Hauptzweck: Die Umwandlung der in der Gerste enthaltenen Stärke in fermentierbare Zucker, hauptsächlich Glukose und Maltose. Diese Zucker sind notwendig, damit die Hefe später Alkohol produzieren kann.
Wasserzugabe: Das grob gemahlene Malz (Grist) wird in großen Maischebottichen oder -tanks mit warmem Wasser vermischt. Das Wasser wird in mehreren Stufen hinzugefügt, um die enzymatische Aktivität optimal zu nutzen.
Temperaturkontrolle: Die Temperatur wird sorgfältig geregelt, meist zwischen 65°C und 70°C, um die Enzyme (Amylasen) zu aktivieren, die die Stärke abbauen.
Enzymaktivität: Die in der Gerste enthaltenen Enzyme, vor allem Amylasen, wandeln die komplexen Stärkemoleküle in einfachere Zucker um. Dieser Prozess dauert in der Regel mehrere Stunden (oft 1-3 Stunden).
Rühren: Während des Maischens wird die Maische regelmäßig gerührt, um eine gleichmäßige Temperatur und eine effiziente Umwandlung zu gewährleisten.
Mehrstufiges Verfahren: Manche Brennereien verwenden ein mehrstufiges Maischen, bei dem nach der ersten Phase weiteres Wasser hinzugefügt wird, um die Extraktion der Zucker zu maximieren.
Zuckergehalt: Der Zuckergehalt der Maische wird regelmäßig überprüft, meist durch eine Refraktometrie oder eine Saccharometrie, um den Fortschritt der Zuckerbildung zu messen.
Temperatur: Die Temperatur wird konstant gehalten, um die Enzymaktivität optimal zu steuern. Zu hohe Temperaturen können die Enzyme deaktivieren, während zu niedrige die Reaktion verlangsamen.
Endpunkt: Das Maischen endet, wenn die maximale Zuckerausbeute erreicht ist. Die Maische enthält nun die löslichen Zucker, die für die Fermentation benötigt werden.
Abtrennung: Die flüssige Maische, auch „Würze“ genannt, wird von den festen Bestandteilen getrennt. Dies geschieht meist durch Filtration oder Zentrifugation.