- Besitzer: Diageo
- Land: Schottland
- Region: Lowlands (Pencaitland, East Lothian, nahe Edinburgh)
- Gründungsjahr: 1837
- Herstellungskapazität: ca. 2,5 Mio Liter
- Webseite: www.malts.com/en-row/distilleries/glenkinchie
Informationen
Glenkinchie ist bekannt für ihren klassisch leichten, frischen Lowland-Stil – perfekt als „Gateway Whisky“ für Einsteiger, aber durch die Fassauswahl auch für erfahrene Genießer interessant.
Der New Make ist ungetorft, sehr rein, floral und leicht grasig, mit Noten von Malz, Zitrusfrüchten und süßen Kräutern. Die Fermentation ist relativ kurz (50–60 Stunden), was den Getreidecharakter betont. Gereift wird hauptsächlich in Refill- und First-Fill-Bourbonfässern, gelegentlich auch in Sherryfässern für Sonderabfüllungen.
Der Standard ist der 12 Year Old – ein weicher, zugänglicher Malt, der Glenkinchie seit Jahren als Teil von Diageos Classic Malts of Scotland-Reihe repräsentiert. Ergänzt wird er durch Distillers Edition Releases (Amontillado-Finish) und exklusive Distillery Bottlings.
Geschichte
Gegründet 1837 von den Brüdern John und George Rate, trug Glenkinchie ursprünglich den Namen Milton Distillery, bevor sie in den 1850er Jahren umbenannt wurde.
Wie viele Lowland-Brennereien hatte Glenkinchie wechselvolle Zeiten, überstand aber die wirtschaftlichen Turbulenzen des 19. Jahrhunderts. 1914 ging sie in den Besitz der Scottish Malt Distillers über (später Teil von Diageo).
Seit den 1980ern ist Glenkinchie der offizielle „Lowland-Vertreter“ im Classic Malts-Programm – und profitiert stark vom Tourismus in Edinburgh. Die Nähe zur Hauptstadt macht sie zu einer der am besten besuchten Brennereien des Landes.
2019 erhielt die Brennerei ein modernes Besucherzentrum im Rahmen von Diageos „Four Corners of Scotland“-Initiative, um die Verbindung zu den anderen Kernmarken wie Cardhu, Caol Ila und Clynelish zu stärken.
Glenkinchie verkörpert den freundlichen, zugänglichen Lowland-Charakter, kombiniert mit einer historischen Nähe zur Whiskygeschichte und einer strategisch perfekten Lage vor den Toren Edinburghs.