• Besitzer: Loch Lomond Group
  • Land: Schottland
  • Region: Campbeltown
  • Gründungsjahr: 1832
  • Herstellungskapazität: ca. 800.000 Liter pro Jahr
  • Webseite: www.glenscotia.com

Informationen

Glen Scotia ist ein bisschen wie das ruhige Gegenstück zu Springbank – weniger Kult, aber in den letzten Jahren stark im Aufwind. Lange Zeit war die Brennerei eher unter dem Radar unterwegs, doch seit der Übernahme durch die Loch Lomond Group hat sich das geändert. Heute steht Glen Scotia für einen maritim-mineralischen Campbeltown-Stil, oft mit einer leicht öligen Textur und einem Hauch von Salz und Rauch.

Produziert wird mit ungetorftem und leicht getorftem Malz (bis ca. 20 ppm), meist zweifach destilliert. Der Hausstil ist fruchtig, cremig, würzig – mit dunklen Fruchtnoten, manchmal sogar tropisch – oft verbunden mit trockener Eiche und dezenten Rauchakzenten.

Gereift wird überwiegend in Ex-Bourbonfässern, aber es gibt viele Sondereditionen mit Sherry-, Port- oder Rumfass-Finishes. Glen Scotia experimentiert viel, ohne seinen Stil zu verlieren.

Geschichte

Gegründet 1832, ist Glen Scotia eine der letzten beiden ursprünglichen Campbeltown-Brennereien, die durchgehend in Betrieb geblieben sind – wenn auch mit vielen Unterbrechungen. In den 1980ern stand die Brennerei mehrfach kurz vor dem Aus.

Erst mit der Übernahme durch die Loch Lomond Group (2014) kam die Wende: Neue Ausstattung, neues Branding, neue Qualitätsphilosophie. Seitdem wächst das Ansehen stetig – etwa durch Auszeichnungen bei den World Whiskies Awards, darunter mehrfach „Best in Show“ oder „Best Scottish Distillery“.

Aktuelles

Glen Scotia hat Campbeltown durch gezieltes Marketing und konstante Qualität wieder ins Gespräch gebracht. Besonders beliebt ist das jährlich erscheinende Campbeltown Malts Festival Bottling, das bei Sammlern heiß begehrt ist. Die Brennerei setzt auf erweiterte Besucherangebote, neue Cask Strength Editions und ein zunehmend internationales Vertriebsnetz.